Am 11.03.2026 fand die erste Sitzung des Arbeitsgremiums „Runder Tisch“ statt. Die Veranstaltung wurde von Herrn Rost (Büro für postfossile Regionalentwicklung) als externe Moderation geleitet. Insgesamt folgten 32 Personen (inklusive Planungsbüro und Moderation) der Einladung.
Auftakt bildete das Grußwort durch Herrn Schröter (Fachdienstleiter 64.40 – Verkehrsplanung), gefolgt von einer Vorstellung aller Teilnehmenden. Diesen Rahmen nutzte auch Herr Gericke, um als Fachbereichsleiter (64 – Stadtplanung und Vermessung) nochmal alle Anwesenden zu begrüßen.
Im nächsten Teil der Veranstaltung folgte ein kurzer Input-Vortrag von Herrn Schröter zu den Hintergründen des Projektes (siehe Grafiken der Präsentationsfolien). Er erläuterte, dass beim Aufbau des Transeuropäischen Verkehrsnetzes 78 städtische Knoten für Deutschland definiert wurden. Dazu zählt auch die Landeshauptstadt Magdeburg. Seit 2024 sieht eine Verordnung der europäischen Union das Aufstellen eines „Sustainabel Urban Mobility Plan“ (SUMP) (dt. Plan für nachhaltige urbane Mobilität) verpflichtend bis zum 31.12.2027 vor. Er erklärte, dass es in Zukunft auch zum Beantragen von Fördermittel der europäischen Union wichtig ist, einen solchen Plan vorweisen zu können. Anschließend stellte den Zeitablauf für die Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) 2030plus von 2012 bis zu seinem Beschluss 2022 und die geplante Prozessabfolge der Evaluationsphase vor.



Folie 7 – 9, Quelle: Landeshauptstadt Magdeburg, Präsentation S. Schröter
Herr Schönefeld (Büroinhaber SVU Dresden) knüpfte mit einer Erläuterung des Projektablaufs und einer Vorstellung der Projektbausteine (siehe Grafik Folie 13) an. Er erläutert, dass sich die Evaluation in sechs Bausteine gliedert. Die Bausteine 1 „Monitoring“ und 2 „Bestandsanalyse / Umsetzungsstand“ werden parallel bearbeitet. Die Ergebnisse bilden dann das Fundament für die nachfolgenden Bausteine, welche sind: „Ziele“, „Szenarien“, „Strategien“ und „Maßnahmen“. Diese werden nacheinander bzw. überlappend abgearbeitet. Prozessbegleitend erfolgt die Durchführung unterschiedlicher Beteiligungsformate (Arbeitsgremium „Runder Tisch“ / „Öffentlichkeitsveranstaltungen“).

Weiter geht Herr Schönfeld auf die Aufgaben und die Arbeitsweise des Arbeitsgremiums „Runder Tisch“ ein. Er erklärt, dass es als Arbeits- und Diskussionsforum für Austausch und Kooperation auf Augenhöhe gedacht ist und sich bereits prozessbegleitend während der Erarbeitung des VEP 2030plus bewährte. In dem Gremium werden fachliche Expertisen, politische Entscheidungsträger und agierende Akteure / Interessensverbände mit unterschiedlichen Perspektiven zusammengeführt. Die Sitzungen werden nicht öffentlich durchgeführt, um eine vom politischen Tagesgeschehen unbeeinträchtigte Arbeitsatmosphäre sicherstellen zu können. Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse werden in den Stadtrat eingebracht. Eine Entscheidungsbefugnis ist dem „Runden Tisch“ nicht übertragen.
Als Arbeitsgrundlage für das Gremium wurde eine Arbeitsvereinbarung entworfen und den Teilnehmenden vorgestellt. Darin sind die Ziele, die die Bildung des Gremiums verfolgt, die Rahmenbedingungen für Diskussionen untereinander sowie eine Abgrenzung der Aufgaben des Gremiums in 14 Punkten definiert. Mit Abschluss des formalen Aktes, war das Arbeitsgremium konstituiert und es folgte die feierliche Aufnahme eines Gruppenfotos (siehe Gruppenfoto).

Nach der Pause stellte Frau Hermann (Projektingenieurin SVU Dresden) den Arbeitsstand der Evaluation vor. Sie erläuterte, dass momentan die ersten beiden Bausteine „Monitoring“ und „Bestandsanalyse / Umsetzungsstand“ bearbeitet werden und beschrieb das Vorgehen, dass bei der Datenabfrage und der Auswertung des umfangreichen Rücklaufs angewandt wurde.
Zur Bestimmung des Umsetzungsstand wird für jede der 11 Pilotmaßnahmen, 119 Maßnahmen und 171 Strategien ein Status-Zustand bestimmt. Die Statuszustände differenzieren zwischen Inhalten / Punkten, welche in den weiteren Prozess
» unverändert übernommen werden.
» mit Anpassungsbedarf übernommen werden, weil z. B. die Grundaussage weiterhin stimmt, sich aber einige in der Beschreibung benannte Rahmenbedingungen geändert haben.
» nicht übernommen werden, weil sie z. B. vollständig umgesetzt oder verworfen wurden.
Zuletzt stellte Frau Hermann die nächsten Schritte vor.
Damit endete der zur Evaluation gehörende Teil der Veranstaltung. Die Moderation fasste noch einmal die wichtigsten Punkte des Abends zusammen. Schlusswort und Verabschiedung übernahm Herr Gericke (Fachbereichsleiter 64 – Stadtplanung und Vermessung).